Mitgliederversammlung der FWG Meckenheim am 29.11.04

600 Stunden für Meckenheim

"Die Kommunalwahl am 13. 6. ist für die FWG Meckenheim sehr erfolgreich verlaufen", erklärte der
Vorsitzende der FWG Meckenheim Gerd Metz. "Unser Bürgermeister wurde mit 73 Prozent wieder
gewählt; wir konnten die Zahl unserer Sitze im Gemeinderat von acht auf zehn erhöhen, in der
Verbandsgemeinde von sieben auf acht Sitze. Zwei Meckenheimer FWG-Mitglieder sind im
Verbandsgemeinderat, Martina Dopp ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Dass die Zahl unserer
Mitglieder von 50 auf 70 angewachsen ist, macht es leichter, jeden der Ausschüsse des Gemeinderats
mit vier von sieben Mitgliedern zu besetzen. Im Kreistag ist Heiner Dopp von Platz 10 auf Platz 2 vorgewählt
worden, im Bezirkstag ist er einer der drei FWG-Vertreter und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.
Wenn man die Stunden zusammenrechnet, dann waren unsere Ratsmitglieder im letzten Jahr rund 600
Stunden für die Kommunalpolitik aktiv.

Nach dem Kassenbericht von Peter Hetterich und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der alte
Vorstand entlastet. Die Neuwahlen ergaben folgendes:

1.Vorsitzender:        Gerd Metz                                         
2. Vorsitzender:       Holger Zeilfelder
3. Vorsitzender:       Heiner Dopp
Geschäftsführer:     Jürgen Groß
Schriftführerin:         Martina Dopp
Schatzmeister:        Benita Groß-Nelsbach
Pressewart:             Dr. Friedrich Müller
Kassenprüfer:         Stefanie Masella
                                  Ingrid Metz
Beirat:                      Günter Hoffelder
                                 Elke Zeilfelder
                                 Christian Wilhelm
                                 Günther Graß
                                 Peter Schneider
Wirtschaftsausschuss: Neu dazu: Traudel Schlindwein

Nach der Wahl bedankte sich Gerd Metz ausdrücklich bei den ausgeschiedenen Vorstands-, bzw.
Ausschussmitgliedern Simone Mayer, Peter Hetterich, Viola Hetterich, Oskar Härtel Uwe Ruffer,
Helmut Kaufmann und Willi Rheinwald für die geleistete Arbeit. Sie hatten alle ihren Posten zur
Verfügung gestellt sind aber z.T. weiterhin in anderer Funktion für die FWG noch tätig.

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Friedrich Müller betonte - ebenso wie später Bürgermeister Heiner Dopp -,
"dass wir trotz des sehr guten Wahlergebnisses nach wie vor im Konsens arbeiten wollen mit allen
Bürgern und den anderen Ratsmitgliedern, die an Sachthemen und guter Zusammenarbeit interessiert sind".

Die Renovierung der Friedhofshalle wurde inzwischen abgeschlossen - in einer Form, wie sie mit vielen
Bürgern in Gesprächen abgestimmt war. Zusätzlich zu den Urnengräbern wurde inzwischen die Planung
einer Urnenwand in Auftrag gegeben,
im Dezember werden wir voraussichtlich im Rat darüber abstimmen.

Nachdem im Westteil der Flakhalle ein Jugendzentrum und Räume für die Landjugend ausgebaut wurden,
soll jetzt an der Ostseite das Obergeschoß angehoben werden für den Ausbau eines gemeindeeigenen
Mehrzweckraums, für das Blasorchester, aber auch für weitere Nutzungsmöglichkeiten wie z.B. für eine
Gymnastikgruppe des SV 05 oder die Tanzgruppen der Marlachfrösche. Über das Dorferneuerungskonzept
konnten wir für diesen Ausbau im Umfang von rund 90 000 € Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent erhalten.

Bei der Rathaus-Sanierung sind noch zwei Entwürfe im Rennen, bei ihnen gab es nach Diskussion in den
Ratsfraktionen die Möglichkeit, vor der Entscheidung nachzubessern.

Der Beitragssatz für die Erhebung vom Beiträgen für die Feldwege musste angehoben werden, da ein großer
Teil der über 30 Jahre alten Wege in den nächsten Jahren saniert werden muss: von 6,64 €/ha auf 20 €/ha.
Da gleichzeitig künftig der Beitrag für die Feldhut entfällt, gibt es insgesamt keine Erhöhung. Eine nach
Feldnutzung gestaffelte Beitragserhebung ist nicht möglich.

Am alten Sportplatz wird ein Abstellplatz für acht Wohnmobile errichtet werden. Am 13.12. werden wir voraussichtlich
darüber entscheiden. Die Besucher mit Wohnmobilen sind bekannt dafür, dass sie auch am Ort einkaufen die örtliche
Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten nutzen.

Umweltschutz
Nach der Schleit-Renaturierung von der Hochdorfer Grenze bis zur Böhler Straße haben wir jetzt die Absicht, die
Renaturierung bis zum Hämmerlesberg weiterzuführen und wollen in absehbarer Zeit eine Kostenschätzung in Auftrag geben.

Die Baumpatenschaften in der Schleit-Aue haben sich außerordentlich erfolgreich entwickelt. Inzwischen ist der
115. Baum gepflanzt; jedes Frühjahr und jeden Herbst sind weitere Bürger bereit, sich daran zu beteiligen und
Patenschaft für einen Baum zu übernehmen, wenn alte Obstsorten gepflanzt werden.

Beim Ausbau der Flakhalle wird auch die Photovoltaik-Anlage ein weiteres Mal erweitert


In den Augen von Bürgermeister Heiner Dopp sieht die finanzielle Situation von Meckenheim nach wie vor gut aus.
In nächster Zeit müsse man den neuen Haushalt vorbereiten. "Wir sind nach wie vor im Plus und haben eine freie
Finanzspitze.
Das E-Werk Meckenheim ist nach wie vor in gesundem Zustand: Wir sind die Billigsten im Umkreis, auch billiger
als Yellow." Das gelte auch nach der nötigen Preiserhöhung um 1,4 Prozent pro KWH, weil der Bezugspreis erhöht
wurde. "Wir brauchen einen Gewinn für zukünftige Investitionen, aber wir wollen unsere Bürger nicht schröpfen."
Für 2005 sei eine zweite Einspeisung in das Ortsnetz geplant, um für einen Stromausfall besser gewappnet zu sein.

Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Marion Magin berichtete, dass die Verbandsgemeinde ihre Ausgaben
erhöhen musste; gleichzeitig seien die Schlüsselzuweisungen reduziert worden. Hartz IV koste mindestens
130 000 Euro mehr. Die Verbandsgemeinde investiere noch zwei Prozent in freiwillige Leistungen, für Musikschule
und Jugendarbeit, die man auch weiter beibehalten wolle. "Auch an Schulen dürfen wir nicht sparen, selbst wenn der
Kreis in die Schulentwicklungsplanung 28 Millionen Euro weniger investiert."

Zum Abschluss fand der Antrag, Alt-Bürgermeister Edwin Ettinger für seine Verdienste um die FWG die
Ehrenmitgliedschaft der FWG Meckenheim anzubieten, einhellige Zustimmung.