Das Anwesen Thum
   

Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Meinung von CDU und SPD im Wahlkampf wandelt.

Bei der vorletzten Ratssitzung hörte man von allen Fraktionen Zustimmung zu dem gelungenen Entwurf des Architekten Schöne für das Anwesen Thum, dazu zahlreiche Änderungswünsche.

Und dann werden die umgesetzt – und CDU und SPD bekommen kalte Füße.
Oder sie sehen jetzt ein neues Thema für ihren Wahlkampf.

Aus einem Zuschussantrag im Rahmen der Dorferneuerung (in einem frühen Planungsstadium einzureichen), der selbstverständlich noch modifiziert werden kann, wird dann ein „Kurzfristiger Entscheidungsdruck über Projekt in Millionenhöhe“.

Die Bedenken, die jetzt aus CDU heraussprudeln, wurden vorher zu keinem Zeitpunkt öffentlich geäußert.
Die Fachfrau der VG sah die Entscheidungsgrundlage als absolut ausreichend an für einen Zuschussantrag. Mehr sei in diesem Stadium nicht nötig.

Aber es ist ja Wahlkampf, und da hat man endlich eine Möglichkeit, in staatsmännischer Attitüde als Bremser aufzutreten:
„CDU und SPD konnten gemeinsam eine Vertagung auf nach den Wahlen erwirken“. Das klingt doch richtig souverän. Aber nein, so war es leider nicht.

Denn die FWG war nicht bereit, eine so gute Planung dem Wahlkampf zu opfern – und darauf wäre es hinausgelaufen. Was jetzt hier geschrieben wird ist nur der Versuch, für den Wahlkampf zu retten, was noch zu retten ist.
Nachdem CDU und SPD bei der Planung konstruktiv mitgearbeitet haben, kommen jetzt 1000 Bedenken, und ein Zuschussantrag im Rahmen der Dorferneuerung wird zur großen Entscheidung über das gesamte Projekt.
Aber diese Entscheidung können und wollen wir dem nächsten Rat nicht abnehmen, die Planung ist zu gut, als dass wir sie dem Wahlkampf opfern würden.